Immer mehr Eltern wünschen sich Superkinder

Stress schon für die Kleinen. Immer üblicher werden Lern-und Sportkurse auch für die Allerkleinsten. Fünfjährig haben heute oft Terminkalender wie ihr Väter. Wenn die Oma mit den Enkeln ins Kino will, muss sie das Wochen vorher sagen, weil die Kinder kaum freie Nachmittage haben.

Jede Woche werden sie Z.B. zweimal zum Eislauf-Training gebracht, und für die meisten ist das dann noch nicht der einzige Unterricht. Ob nun Eislauf, Tanzen, Schwimmen,Skifahren, ob Fremdsprachen- oder Musikunterricht den Kinder soll etwas angeboten werden. Was nämlich der Kindergarten an Programmen anbietet, reicht den wenigsten Eltern für ihre Kinder aus.

Natürlich schadet weder ein Sportkurs noch der Klavierunterricht, wenn er zur richtigen Zeit kommt und die Möglichkeiten des Kindes berücksichtigt. Aber genau da liegt das Problem : Eltern, so waren Kinderpsychologen, fordern häufig zu früh zu viel-sie wollen, dass ihr Kind mehr kann als andere.

Rein ins Auto, raus aus dem Auto. Viele Mütter schaffen sich ihren täglichen Stress nur durch das Hin-und Herfahren der Kinder von der Musikschule zum Tanzunterricht quer durch die Stadt und wieder zurück. Immer weniger Zeit bleibt da für den eigen persönlichen Kontakt mit dem Kind, für Spielen, Vorlesen, Reden.

“Eltern glauben heute”, schreibt ein Entwicklungspsychologe, ” dass sie das Leben ihrer Kinder entscheidend beeinflussen können, dass sie ihnen einen Vorteil schaffen können, der sie intelligenter macht als andere”.
Statt durchschnittlich und normal wünschen sich die meisten Eltern heute, dass ihre Kinder etwas Besonders sind.

“Früher freuten sich die Eltern gewöhnlich, wenn ihre Kinder sich ihrem Alter entsprechend entwickelten. Diese Zeiten sind vorbei! Die Eltern von heute wollen, dass ihre Kinder die besten sind ,weiß dieser Psychologe aus seiner Praxis.

Ursachen sind auf der einen Seite immer kleiner Familien mit immer weniger Kindern, die natürlich besonders gut erzogen werden sollen; auf der anderen Seite eine stärkere Berufstätigkeit der Frauen und mehr Scheidung. Dadurch werden Beziehungen außerhalb der Familie natürlich auch immer wichtiger.

Viele Eltern glauben, dass ihre Kinder früher selbständig werden und deshalb im Leben gut funktionieren werden, wenn sie möglichst viel und mehr als andere lernen. Unterstützt wird der elterlichst Standpunkt auch durch die sich immer schneller entwickelnde Technik und das Zunehmen der Computer in der Arbeitswelt, auf die die Kinder so gut wie möglich vorbereitet werden sollen.

Vor allem junge Ehepaare der gut verdienenden Mittelschicht, die sich meist erst ein Kind anschaffen, wenn sie Erfolg im Beruf haben, planen dessen erfolgreiche Erziehung ebenso genau wie das eigene Leben.

Ob das frühe Zusammenkommen mit Wissenschaft, Sport und Kunst gut ist, da haben Wissenschaftler ihre Zweifel. Warum sollte denn auch ein Kind mit vier Jahren mühevoll lesen lernen,wenn es mit sechs oder sieben viel einfacher und interessierter liest, wie Beispiele zeigen. so haben etwa in Frankreich, wo der Leseunterricht schon mit fünf Jahren in der Vorschule beginnt, 30 Prozent der Kinder Leseschwierigkeiten. Auf den Zeitpunkt, zu dem ein Kind gut lernen kann und sollte, gibt es zwei Hinweise: Einmal, wenn ein Kind selbst den Wunsch hat, mehr zu lernen, zum zweiten-allgemeiner- wenn die zweiten Zähne kommen.

1. Wie stellen sich die Eltern zum Angebot der Kindergärten ein?

Correct! Wrong!

2. Was halten die Kinderpsychologen von dem Wunsch der meisten Eltern?

Correct! Wrong!

3. Welchen Wunsch haben zurzeit die meisten Eltern?

Correct! Wrong!

4. Was meinen heute viele Eitern?

Correct! Wrong!

5. Worauf weisen die Erziehungswissenschaftler hin?

Correct! Wrong!

Immer mehr Eltern wünschen sich Superkinder