Das Einzelkind

Jedes dritte Ehepaar in der Bundesrepublik Deutschland hat nur ein Kind, obwohl 91 von 100 befragten Ehepaaren meinen, dass es nicht gut für ein Kind sei, ohne Geschwister aufzuwachsen.
Die Pädagogen sind der Auffassung, dass Einzelkind nur schwer erziehbar sind und oft nicht gut “geraten”.
Die Psychologen behaupten, dass das Kind ohne Geschwister eine Anomalie ist und dass ein Elternpaar mit nur einem Kind eigentlich nicht das Recht hat, sich eine Familie zu nennen.
Und das sind die Tatsachen: In den letzten Jahren ist die durchschnittlich Kinderzahl pro Familie immer weiter zurückgegangen.
Bei uns haben jetzt 30% der Familie nur noch ein Kind.
Warum wollen so viele Eltern heute nur ein Kind? Handeln sie wirklich unverantwortlich?Stimmt es, dass Einzelkinder Sorgenkinder sind? Vor allem die jungen Frauen geben sich heute nicht mehr mit der Rolle als Hausfrau und Mutter zufrieden. Sie wollen sich auch im Beruf als Vollwertige Partner bewähren.
Kinder kosten Geld; mehrere Kinder bedeuten, dass der Lebensstandard heruntergeschraubt werden muss. Dahinter steht meist nicht blanker Egoismus, wie oft behauptet wird, sondern: Man will auch seinem Kind etwas bieten und ihm vor allem eine gute Ausbildung ermöglichen.
Psychologen haben festgestellt, dass Einzelkinder häufig ihren gleichaltrigen Freunden, die mit Geschwister aufwachsen, geistig voraus sind. Je mehr ein Kind in den ersten Lebensjahren von seinen Eltern beachtet und gefördert wird.desto ” Klüger” wird es.
Haben Einzelkinder es deshalb besser als Kinder mit Geschwistern? Nein-Im Gegenteil, sagen die Psychologen. Einzelkinder haben es oft schwerer. Sie brauchen zwar die Liebe der Eltern nicht mit den Geschwister zu teilen, aber sie bekommen auch den ganzen Druck der Erziehung zu spüren.
Weil sie ganz im Blickpunkt der Eltern stehen, wird oft zu viel an ihnen herumerzogen. Häufig wird das Einzelkind ” in Watte gepackt” und vor allen möglichen Gefahren ängstlich behütet.
Einzelkinder finden schwerer einen Freund. Ohne Geschwister lernt ein Kind nicht so selbstständig , Kontakt mit Gleichalterigen aufzunehmen. Es hat wenig Gelegenheit, schon ganz früh wichtige soziale Verhaltensweisen zu üben wie: Rücksicht, Toleranz und Hilfsbereitschaft. Und es erfährt meist erst recht spät, was es heißt, Gleichalterige zu lieben und von ihnen geliebt zu werden.
Das Einzelkind kann nicht von klein an lernen, sich gegen andere kinder durchzusetzen und sich in einer Gruppe von Gleichalterigen zu behaupten.
Geschwister sind eine gute “Hilfe”, wenn es mal Ärger mit den Eltern gibt. Sie können sich aussprechen, gegenseitig trösten und miteinander verschwören. Das Einzelkind dagegen muss mit seinen Eltern ganz allein “fertig” werden.
Es hat als Spielgefährten oft nur sich selbst oder die Eltern, und das wird manchmal langweilig.
Geschwister dagegen regen sich gegenseitig im Spiel an und erfinden unermüdlich neue, gemeinsame Spiele.

1. wie stehen die Psychologen zu Einzelkindern in der Familie aus?

Correct! Wrong!

2. warum wollen viele Familien nur ein Kind ?

Correct! Wrong!

3. Was haben Psychologen festgestellt?

Correct! Wrong!

4. Warum haben es Einzelkinder nicht besser, als Kinder mit Geschwistern?

Correct! Wrong!

5. Wie können Geschwister einander behilflich sein ?

Correct! Wrong!

Das Einzelkind