Omas Gardinen

Auf Omas Gardinen ist ein Kleines Häuschen abgebildet. Das Häuschen hat einen Schornstein,und aus dem Schornstein steigt Rauch. Ein Garten umgibt das Häuschen.
In dem Garten wächst ein Apfelbaum. Hinter dem Garten liegt ein Teich, und auf dem Teich schwimmt eine Ente. Merike gefallen Omas Gardinen. Es ist interessant, sie zu betrachten. Wenn man recht lange hinschaut, kommt es einem vor, als steige aus dem Schornstein echter Rauch.

Auch die Zweige des Apfelbaumes scheinen sich zu bewegen, und die Ente scheint richtig zu schwimmen. In Wirklichkeit bewegt sich nur die Gardine. Unter dem Fenster ist eine Heizung, die die Luft erwärmt, die warme Luft steigt hoch und bewegt die Gardinen. Wenn man die Gardinen beiseite schiebt, bewegen sie sich nicht mehr, und man kann auch das Häuschen, den Apfelbaum, den Teich und die Ente nicht mehr sehen. Dann ist dort nur noch das Fenster. Durchs Fenster sieht man ein großes Steinhaus.

Dieses Haus hat fünf Stockwerke, unheimlich viele Türen und Fenster, aber keinen Schornstein. Dort gibt es auch keinen Garten, keine Apfelbäume, keinen Teich und Keine Ente. Wenn Merike zur Oma kommt, bittet sie, die Gardinen vorzuziehen. Meist aber braucht sie gar nicht darum zu bitten, denn die Oma hat auch selbst ihre Gardinen gern, und sie sind Beinahe immer vorgezogen.