Michail Wassiljewitsch Lomonossow

M.W. Lomonossow, der große russische Gelehrte und Dichter, wurde in Denissowka (Gouvernement Archangelsk) 1711 geboren. Er stammt aus einer bäuerlichen Fischerfamilie.
Lomonossow studierte in Moskau, Kiew und Petersburg. Vom 1736 bis 1741 studierte er Philosophie, Mathematik, Chemie und Physik in Marburg, Bergbau und Hüttenwesen in Freiburg. 1741 nach Russland zurückgekehrt, wurde er Professor für Chemie an der Petersburger Akademie der Wissenschaften.
Auf seiner Initiative wurde 1755 die Moskauer Universität gegründet, die bis jetzt seinen Namen trägt. Lomonossow hatte vielseitige wissenschaftliche Interessen.
Er war ein universal gebildeter Denker und Forscher. Lomonossow schlug neue Wege auf den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft ein: in der Physik und Chemie, Astronomie und Mechanik, Geologie und Geographie sowie in der Linguistik.
Er trat für die Entwicklung der nationalen Industrie, der Wissenschaft und Kultur ein, forderte Reformierung des Staatswesens, bessere soziale und medizinische Verhältnisse. Mit der 1757 herausgegebenen ersten “Russischen Grammatik” schuf er die Grundlage der wissenschaftlichen Erforschung der russischen Sprache.
Als Dichter schrieb er im Stil des Klassizismus feierliche Oden, Hymnen, Gedichte, Epigramme sowie 2 Tragödien. Lomonossow ist 1765 in Petersburg gestorben